trabusco. passion for trade.

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Interviewer: Herr Mohr, Sie sind der Betreiber des Portals www.dv-bay.com und Inhaber des Handelsunternehmens trabusco. passion for trade www.trabusco.com. Was für ein Unternehmen haben Sie gegründet und warum?
 
Gregor Mohr: Ich komme ursprünglich aus der IT Branche und hatte nach ersten Business-Erfahrungen in der Medienwelt als Marketingleiter von einem der größten Broadcastequipment-Distributoren die Idee, mithilfe des Internets das allgegenwärtige Beschaffungsproblem von innovativen und hochwertigen Produkte aus Asien für die Broadcast- und Medienbranche zu lösen. Deshalb habe ich vor einigen Monaten trabusco. passion for trade. gegründet. Online gingen www.trabusco.com und www.dv-bay.com dann Mitte Oktober bzw. im Dezember. Kooperationspartner von dv-bay ist der erfahrene Internetportalbetreiber Dr. Alexei Galert, www.contentum.de, der von meiner Idee überzeugt ist und die Plattform zur Verfügung gestellt hat. Im ersten Quartal 2009 möchten wir zudem ein B2B Social Network für den Broadcast- und Medienmarkt zur Verfügung stellen, und bieten damit den Usern die Möglichkeit alle relevanten Themenbereiche in dem Portal zusammengefasst aufzurufen, zu diskutieren und Mitglied in einer „Social-Network Community“ für die Audio/Video/Foto-Branche zu werden. Die Benutzer haben die Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen und bestehende Kontakte zu pflegen. Des Weiteren gibt es die Möglichkeit der Jobsuche bzw. -angebote, Versand privater Nachrichten, Erstellung eigener Gruppen und Events, Gründung eines eigenen Netzwerkes und diverse weitere Features, die die Kontaktaufnahme und -pflege unterstützen sollen.
 
Interviewer: Das klingt sehr interessant. Herr Mohr, wie profitieren die Kunden von www.dv-bay.com?
 
Gregor Mohr: Kunden profitieren, weil sie über uns sehr hochwertige Produkte zu einem günstigen Preis geliefert bekommen. Wir schaffen Kaufinteressenten aus dem Internet eine neue Möglichkeit hochwertige und geprüfte Produkte aus Asien zu erwerben und schaffen so für beide Seiten eine WIN-WIN-Situation. Mittlerweile gibt es in Asien sehr hochwertige Markenprodukte die sich in den kommenden Monaten und Jahren auch auf dem europäischen Markt etablieren werden. Durch Niederlassungen und Kooperationspartner in Beijing (China) und Seoul (Korea) haben wir die Möglichkeit vor Ort Qualitätssicherung und Kontrolle zu betreiben. Durch europäische Messen wie die IBC in Amsterdam oder die Photokina in Köln haben unsere Kunden zudem die Möglichkeit sich an den Ständen unserer Lieferanten und Kooperationspartner einen ersten Eindruck zu verschaffen und die Produkte zu testen.
 
Interviewer: Sie sind für einen Unternehmensgründer noch relativ jung. Was hat Sie dazu bewogen den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen und sich das anzutun?
 
Gregor Mohr: In meinem Alter verlassen in fast allen Ländern der Erde Studierende die Hochschule und starten in den Beruf, gründen Unternehmen oder bleiben an der Uni, um einen Doktortitel zu machen. Natürlich hat man mit 28 noch nicht die Berufserfahrung eines Senior Managers. Ein ausgewogenes Team, vertrauensvolle Kooperationspartner und gute Berater gleichen das aber aus. Ich empfinde eine Gründung auch nicht als „sich etwas antun“. Als Gründer kann man sich etwas aufbauen, eigene Ideen entwickeln und umsetzen.
Ausserdem ist eine Unternehmensgründung eine Zukunftschance. Die ideale Zeit ein Unternehmen zu gründen ist nicht mit 20, 30 oder 50, sondern dann, wenn man eine Idee hat, von der man überzeugt ist. Zudem findet man an der Uni oder im Arbeitsleben gute Bedingungen für eine Gründung. Viel Know-How, Kontakte und auch handfeste Unterstützung. Das Wichtigste aber ist, dass es einfach sehr viel Spaß macht im eigenen Unternehmen zu arbeiten.
 
Interviewer: Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Gregor Mohr:
Den typischen Arbeitstag gibt es eigentlich nicht. Gerade im Moment, mein Unternehmen ist ja noch sehr jung, passieren oft unvorhergesehene Dinge oder man hat ganz spontan einen Termin, so dass der Arbeitstag oft umstrukturiert wird. Diese Vielseitigkeit ist ein Pluspunkt für die Gründung eines eigenen Unternehmens, da jeder Tag unterschiedlich und neu und damit spannend ist.
 
Interviewer: Gab es auch Probleme, z.B. bei der oft schwierigen Finanzierung? Was sollten Gründer nach Ihrer Erfahrung gerade hier besonders beachten?

Gregor Mohr: Vor allem die Finanzplanung ist zwar außerordentlich aufwändig, aber dringend notwendig und wichtig. Die beim Coaching oder mit Beratern erarbeiteten Grundlagen sind ungemein aufschlussreich, gerade auch für jemanden, der nahezu keine Kenntnisse mitgebracht hat, so wie ich. In Finanzierungsfragen möchte ich allen Gründern raten, sich vor allem rechtzeitig um alles zu kümmern. Ich hatte das Glück, dass ich mein Unternehmen komplett selbst finanziert habe.

Interviewer: Welche Eigenschaften sollte ein Gründer unbedingt mitbringen?

Gregor Mohr: Vor allem ein gesundes Selbstvertrauen. Dies sowohl im wortwörtlichen Sinne von „an sich selbst glauben“, man sollte stets mit einer positiven Grundeinstellung zu Werke gehen. Aber auch gegenüber Kunden, Partnern und Lieferanten. Und besonders wichtig: Geduld, denn oft geht manches nicht so schnell, wie man es gerne möchte.
 
Interviewer: Würden Sie sich wieder selbstständig machen?

Gregor Mohr: Ja, ich habe den Schritt noch nicht einen Tag bereut!
 
Interviewer: Zum Schluss die Standardfrage: Wie sieht es mit Ihrem Unternehmen in fünf Jahren aus?
Gregor Mohr: Wir werden das größte Beschaffungsportal für asiatische Produkte aus der Medien- und Broadcastbranche in Deutschland, Österreich und der Schweiz sein und mit dem Social Network die ersten Internationalisierungsschritte gewagt haben.

http://www.trabusco.com